Höhe Bewirtungskosten absetzbar

Es ist nicht ganz so einfach, wie es sich der Unternehmer oftmals vorstellt: Mit dem Kunden oder Geschäftspartner essen gehen und dann den Restaurantbesuch von der Steuer absetzen. Der Grund ist, dass ein Restaurantbesuch auch stets einen Bereich der privaten Lebensführung berührt und eben aus diesem Grund wird von den Finanzbeamten gründlich geprüft, in welchem Umfang die Kosten glaubwürdig sind und streichen diese auch sehr oft. Dazu kann es nicht nur aufgrund der Höhe Bewirtungskosten absetzbar kommen, sondern auch, weil diese oftmals nicht die Voraussetzungen erfüllen.

30 % der Höhe der Bewirtungskosten sind nicht absetzbar

Als Bewirtungskosten gelten die Aufwendungen, die dadurch entstehen, dass andere Personen aus betrieblichen oder geschäftlichen Anlass beköstigt wurden. Dabei geht es vor allem um die Speisen und Getränke in Gaststätten und Restaurants. So sind nur 70 % der angemessenen Bewirtungskosten als betriebliche Aufwendungen oder Werbungskosten absetzbar. Jedoch können von dem Umsatzsteuerpflichtigen die gezahlten Vorsteuern zu 100 % geltend gemacht werden.

Im § 4 Abs. 5 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes ist die Abzugsbeschränkung, also die Höhe Bewirtungskosten absetzbar ganz genau geregelt. Dort sind auch alle weiteren näheren Voraussetzungen und Dokumentationspflichten festgeschrieben. So gelten 30 % der Bewirtungskosten grundsätzlich als privat und das wird damit begründet, dass der Unternehmer als Bewirtender durch den Restaurantbesuch private Kosten im eigenen Haushalt einspart, denn schließlich speist er auch.

Den geschäftlichen Anlass nachweisen

Als Anlass für eine Bewirtung einer anderen Person wird ausschließlich nur ein betrieblicher oder beruflicher Zweck akzeptiert. So sind lapidare Formulierungen wie „Informationsgespräch“ oder „Geschäftsessen“ ein Grund dafür, dass die Bewirtungskosten als Betriebskosten abgelehnt werden. Hier muss der Unternehmer konkreter werden und den geschäftlichen Hintergrund glaubhaft machen. Sollte auch nur eine einzige Angabe auf dem Beleg fehlen, dann hat das Finanzamt das Recht den Steuerabzug zu verweigern.

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