Bewirtungskosten Lieferservice

Die Bewirtungskosten Lieferservice zählen dann zu den Betriebsausgaben, wenn die gelieferte Ware oder der gelieferte Gegenstand eine Betriebsausgabe darstellt oder über mehrere Jahren abgeschrieben werden kann. Hier kommt das Motto der Buchführung zum tragen „Die Nebenleistung teilt das Schicksal der Hauptleistung“.

Das heißt so viel als das die Hauptleistung oder die Hauptlieferung eine steuerliche Betriebsausgabe darstellt und damit automatisch eine Nebenleistung ist – eben in diesem Fall der Lieferservice. Das gilt auch für Transportkosten, Lagerkosten oder die Kosten der Finanzierung.

Ein Beispiel:

Ein Unternehmer bestellt sich eine Pizza, da er gern im Büro essen möchte. Für die Lieferung berechnet der Lieferservice eine Gebühr von 1,50 Euro. In diesem Fall ist der Lieferservice keine Betriebsausgabe, da der Unternehmer eine private Ausgabe verursacht – er verpflegt sich selbst und das zählt zu den Kosten der privaten Lebensführung. Somit wird dieses auch dem Lieferservice zum Schicksal.

Anders sieht es aus, wenn eine Betriebsbesprechung ansteht, und für die Mitarbeiter belegte Brötchen beim Bäcker bestellt werden. Für die Lieferung wird eine Gebühr von 10 Euro plus den Brötchen berechnet – hier sind Bewirtungskosten aus betrieblichen Kosten angefallen und diese können zu 100 % als Betriebsausgaben geltend gemacht werden ebenso wie die Umsatzsteuer. Sollten die Brötchen jedoch für den Geschäftspartner während des Meetings bestellt worden sein, dann dürfen in dem Fall nur 70 % geltend gemacht werden.