Bewirtungskosten Freiberufler

Ein Beispiel: Ein Freiberufler lädt zwei Geschäftskunden zum Essen ein. Die Rechnung beträgt 90 Euro und er zahlt 100 – 10 Euro sind Trinkgeld und das stehe auch dem Beleg. Wie kann der Freiberufler die Bewirtungskosten absetzen? Sind die vollen 100 % absetzbar und zudem die volle Umsatzsteuer als Vorsteuer?

Der Freiberufler und die Bewirtungskosten

Nach §4/5 Nr2 EStG kann auch der Freiberufler zu 70 % die Bewirtungskosten als Betriebsausgaben geltend machen. Eine Bewirtung liegt in Falle des Beispieles vor, da hier zwei Personen bewirtet werden, zu denen ein geschäftliches Verhältnis besteht oder zu denen ein solches aufgebaut werden soll. Sollten evtl. Beträge privat veranlasst werden, da bspw. die Ehefrau des Freiberuflers mit dabei war, dann sind diese von dem Rechnungsbetrag abzuziehen.

Darüber hinaus ist die Abzugsfähigkeit davon abhängig, ob die Höhe der geschäftlich veranlassten Bewirtung belegmäßig nachgewiesen werden kann und ob dieser gesondert aufgezeichnet ist.

Bei dem Nachweis zur Höhe und zur geschäftlichen Veranlassung der Bewirtungskosten ist es erforderlich, dass von der Gaststätte ein ordentlich, gedruckter Beleg ausgestellt wird, der detaillierte Angaben zum Ort und Tag der Bewirtung aufweist sowie zum geschäftlichen Anlass. Denn nur so ist sichergestellt, dass die geschäftliche Veranlassung zweifelsfrei nachzuvollziehen ist. Zudem sind auch alle Teilnehmer der Bewirtung namentlich auf dem Beleg festzuhalten.

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