Bewirtungskosten Einzelunternehmer

Jeder Unternehmer spricht gern eine Einladung zum Geschäftsessen aus, sei es da es um ein künftiges Geschäft geht oder ein Geschäftsabschluss gefeiert wird. Es lassen sich einfach viele Dinge besser in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre besprechen, als in dem nüchternen Büro. Die Kosten für die Bewirtung kann der Unternehmer als Betriebsausgaben verbuchen, sofern dafür alle Voraussetzungen erfüllt sind. Jedoch werden die Bewirtungskosten Einzelunternehmer bzw. von allen Unternehmern von den Finanzbehörden mit sehr kritischen Augen angesehen, denn viele Unternehmen legen die Regelung der gewinnmindernden Ausgaben doch sehr großzügig aus.

Die Anerkennung als Betriebsausgabe

Zu den Bewirtungskosten Einzelunternehmer gehören alle Aufwendungen die für den Verzehr von Speisen, Getränken und sonstigen Genussmitteln, wie bspw. Tabakwaren im Rahmen der geschäftlich oder betrieblich veranlassten Bewirtung entstanden sind. Dazu gehören auch Trinkgelder. Anders sieht es mit Kaffee und Keksen aus, die in einer Betriebsversammlung oder einem Meeting gereicht werden. Diese zählen nicht zu den Bewirtungskosten Einzelunternehmer und dürfen in voller Höhe als Aufmerksamkeit im Betriebsaufwand verbucht werden. Die Bewirtungskosten hingegen dürfen nur in einer angemessenen Höhe entstehen und was der Fiskus als angemessen ansieht, das ist häufig ein Streitpunkt und wird dann sogar gerichtlich entschieden. Allerdings müssen die Bewirtungskosten stets durch entsprechende Belege nachgewiesen werden und an diese werden ganz bestimmt Anforderungen gestellt.

Bewirtungskosten Einzelunternehmer

Nur dann wenn ein geschäftlicher oder betrieblicher Anlass vorliegt, werden die Bewirtungskosten Einzelunternehmer als Betriebsausgabe angesehen. Zudem müssen auch die formalen Vorgaben für die Nachweise eingehalten werden.

Sollten diese Vorgaben nicht erfüllt werden, dann kann der Unternehmer keine Kosten geltend machen. Die Vorschriften zu den Bewirtungskosten sind in den Einkommenssteuer-Richtlinien nachzulesen. Sie gelten sowohl für den Einzelunternehmer, der seine Aufwendungen durch eine Einnahmen-Überschussrechnung geltend macht als auch feur das bilanzierende Großunternehmen.

Der geschäftliche und der betriebliche Anlass der Bewirtung

Unter einer geschäftlich veranlassten Bewirtung wird von dem Fiskus die Kosten verstanden, die bei einem Geschäftstermin mit einem Geschäftspartner entstehen. Dabei spielt es bei den Bewirtungskosten Einzelunternehmer keine Rolle, ob es sich um einen neuen Kundenkontakt handelt oder um einen bereits bestehenden. Allerdings unterstellen die Behörden bei solchen Terminen stets auch ein gewisses persönliches Interesse am Essen und daher wird hier der Kostenabzug auf 70 % beschränkt. Dass bedeutet, dass von der Rechnung des Geschäftsessens nur 70 % als Betriebsausgabe geltend gemacht werden können. Die restlichen 30 % sind als private Ausgabe zu verbuchen.

Bei einer betrieblich veranlassten Bewirtung handelt es sich bei Schulungen von Arbeitnehmern oder Abteilungs-Versammlungen. Die dabei entstandenen Bewirtungskosten sind in voller Höhe abzugsfähig. Allerdings darf diese Bewirtung nicht regelmäßig erfolgen und häufig, denn dann könnte sie lohnsteuerpflichtig werden.