Bewirtungskosten Eigenanteil

Wer mit einem Kunden oder einem Geschäftspartner zum Essen geht, der zahlt üblicherweise dafür, da er diesen eingeladen hat. In diesem Fall kann der Unternehmer die entstandenen Kosten als Betriebsausgabe steuerlich geltend machen. Allerdings muss an den Eigenanteil Bewirtungskosten gedacht werden, wenn diese steuerlich geltend gemacht werden sollen.

Die Bewirtungskosten werden gesplittet

Wenn davon gesprochen wird, dass die Bewirtungskosten gesplittet werden, dann bedeutet das nicht, dass der Unternehmer sich mit seinem Gast die Rechnung teilt, sondern dass er nicht den gesamten Rechnungsbetrag absetzen kann, sondern grundsätzlich einen Eigenanteil von den Bewirtungskosten abziehen muss und dieser beträgt pauschal 30 %. Sicherlich ist das von Vorteil, wenn der Unternehmer nur mit einer Person essen geht, denn in dem Fall hieße es ansonsten 50/50. Doch werden zwei oder mehr Personen eingeladen, dann sind die 30 % Eigenanteil der Bewirtungskosten eher von Nachteil – mehr oder weniger.

Aber ganz so schlimm ist es nun auch wieder nicht, denn die 30 % werden vom Nettobetrag abgezogen und die angefallene Umsatzsteuer kann zu 100 % als Vorsteuer geltend gemacht werden.

Ein Beispiel:

Die Rechnung weist eine Höhe von 119 Euro brutto (100 Euro + 19 % MwSt.) auf und von diesem Betrag müssen 30 % Eigenanteil abgezogen werden. Also 100 Euro netto minus 30 % so dass in diesem Fall 70 % (70 Euro) der Bewirtungskosten als Betriebskosten angerechnet und 30 Euro als nicht abzugsfähige Bewirtungskosten gebucht werden. Die 19 Euro Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer) können komplett geltend gemacht werden.

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